Brasilien ist das fünftgrößte Land der Welt. Die landschaftliche und kulturelle Vielfalt des Landes verspricht Besuchern unvergessliche Eindrücke. Doch wer seinen Brasilien-Urlaub gesund und unbeschwert genießen will, sollte Gefahrenquellen kennen und meiden.
Krankheiten vermeiden
Zu den häufigsten Krankheiten beim Urlaub in tropischen Ländern gehören Durchfallserkrankungen. Zum Schutz vor Durchfällen gilt die Devise: “Peel it, boil it, cook it – or forget it.” Obst sollte geschält, andere Lebensmittel müssen gekocht oder gebraten werden. Besondere Vorsicht ist bei Wasser geboten. Leitungswasser ist meist nicht zum Trinken geeignet, bei Mineralwasser ist darauf zu achten, dass der Verschluss intakt ist. Es ist wichtig, jeden Tag mindestens zwei Liter zu trinken. Im heißen Klima verliert der Körper viel Flüssigkeit, Kreislaufprobleme sind die Folge.
Impfungen schützen gegen bedrohliche Erkrankungen. Allen Reisenden nach Brasilien wird jedenfalls eine Impfung gegen Gelbfieber empfohlen. Weitere Impfungen hängen von der Art der Reise (Pauschalreise oder Individualreise) und den bereisten Regionen ab; in manchen Gebieten wird auch zu einer Malariaprophylaxe geraten. Neben Malaria wird auch Dengue-Fieber durch Mücken übertragen, Insektenschutzsprays halten Mücken fern. Genaue und individuell zugeschnittene Impf- und Prophylaxepläne sollten rechtzeitig mit einem Reise- oder Tropenmediziner besprochen werden.
Zusätzliche Gefahr droht in Brasilien durch giftige Tiere: Dazu gehören Giftschlangen, giftige Insekten wie die Vogelspinne und Skorpione. Um Kontakte mit giftigen Tieren zu vermeiden, sollte man stets überblicken wo man hintritt oder hinfasst, bei Dämmerung hilft eine Taschenlampe. Gutes Schuhwerk schützt zusätzlich gegen Bisse und Stiche. Unwegsame Gebiete sollten stets mit einem erfahrenen Führer bereist werden, der über Verhaltensregeln informiert.
Schutz vor Kriminalität
In Brasilien sind viele Menschen arm. Entsprechend häufig sind Eigentumsdelikte wie Diebstahl und Raubüberfälle. Auf keinen Fall sollten Wertgegenstände auffällig getragen werden, weiters wird empfohlen, Ausweispapiere im Hotelsafe zu lassen und nur Kopien mitzuführen. Die auswärtigen Ämter empfehlen zudem, nur wenig Bargeld bei sich zu tragen und bei Überfällen auf keinen Fall Widerstand zu leisten. Täter sind häufig bewaffnet und schrecken nicht vor Gewalt zurück. In manchen Großstädten wurden für Touristen Shuttle-Busse für einen sicheren Flughafentransfer eingerichtet. Diese Busse schützen vor Betrug und Raub durch falsche Taxifahrer.
Gewisse Stadtteile und Elendsviertel (Favelas) in Großstädten werden von Banden kontrolliert. Bewaffnete Auseinandersetzungen sind dort häufig, Touristen sollten diese Quartiere unbedingt meiden.
Um stets die neuesten Informationen zu erhalten, empfiehlt es sich, ein auswärtiges Amt zu konsultieren. Die auswärtigen Ämter Österreichs und Deutschlands sind jeweils mit aktuellen Reiseinformationen im Netz vertreten.
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